Der Rotavirus
Canines Rotavirus
Nur in seltenen Fällen werden Rotaviren bei Hunden mit Durchfall nachgewiesen (Abbildung 26). Diese Isolate sind wenig charakterisiert, auch die Epidemiologie dieser Infektionen ist unklar. Die
Infektionen der Hunde durch Rotaviren verlaufen ausnahmslos mild, daher spielen diese Viren als Krankheitserreger beim Hund keine Rolle. Anders ist dies bei Rotavirusinfektionen des Menschen: Sie
stellen in den so genannten Entwicklungsländern eine der Hauptursachen der Kindersterblichkeit dar. Mit humanen Rotaviren lassen sich experimentell auch Hunde infizieren. Basierend auf diesen
Befunden scheint eine Gefährdung des Menschen, insbesondere von Kindern, durch Rotaviren des Hundes nicht ausgeschlossen.
Der Hund infiziert sich durch Kontakt mit virushaltigem Kot. Da das Virus
relativ stabil ist, ist dabei kein direkter Tierkontakt notwendig. Die Virusvermehrung findet daraufhin in den Darmzellen statt, die dabei geschädigt werden.
Nachkommenvirus wird mit dem Kot ausgeschieden und kann weitere Hunde infizie-ren. Rotaviren sind nicht so stabil wie Parvoviren und können durch gängige Desinfek-tionsmittel leicht inaktiviert
werden. Da Rotaviren auch klinisch unauffällige Infektionen setzen und Hunde ohne Durchfall Viren ausscheiden können, sollte unbedingt auf ei-nen hygienischen Umgang mit Tieren geachtet werden. Dies
gilt insbesondere für Kin-der, und das nicht nur wegen einer möglichen Gefährdung durch Rotaviren.
Quelle:Virbac




